Nikkō

Die Stadt Nikkō (日光 ) liegt nördlich von Tokio in den Bergen in der Präfektur Tochigi. Berühmt ist die Stadt für den Toshogu, der ein berühmter Shinto Schrein aus dem Jahr 1617 ist und natürlich für den Nikkō Nationalpark, einer der schönsten in Japan. Seit 1999 zählen die „Schreine und Tempel von Nikko“ zum UNESCO Weltkulturerbe.

Anfahrt:

Der einfachste Weg um nach Nikkō zu kommen ist die Tobu-Linie, die die Station Asakusa in Tokio direkt mit dem Bahnhof Tobu von Nikkō verbindet.
Die Schnellzüge brauchen für die Strecke etwa 2 Stunden und kosten 1.360 Yen.

  • Shinkyo Brücke

    Die Shinkyo Brücke ( 神橋 , „heilige Brücke“), die den Fluss Daiya überquert, steht am Eingang zu den Tempeln von Nikkō. Der Legende nach hat der Priester Shôdô Shônin, der den ersten Tempel in Nikkō baute, dort wo heute die Brücke steht, den Fluss auf zwei Schlangen überquert. Die Brücke, ursprünglich aus dem Jahr 1636, wurde 1902 von einer Flut weggespült und 1904 wieder aufgebaut. Sie zählt neben der Kintai Brücke und der Saruhashi Brücke zu den drei schönsten Brücken Japans und ist ein begehrtes Fotomotiv, sowohl aus der Ferne, als auch – insbesondere für Liebespaare – für Bilder auf der Brücke. Bis 1973 war die Brücke der Öffentlichkeit nicht zugänglich, heute aber kann sie gegen eine geringe Gebühr betreten werden.

  • Nikkō Tōshō-gū

    Der 1617 erbaute Nikkō Tōshō-gū (日光東照宮, “ Shinto-Schrein von Nikko“) ist Tokugawa Ieyasu, dem berühmten Shogun der Edo-Zeit und Begründer der Tokugawa-Dynastie, gewidmet, dessen Überreste dort auch beigesetzt sind. Die kunstvollen Schnitzereien, die prächtigen Farben und die fantastische Ausarbeitung machen den Schrein zu einem der berühmtesten in ganz Japan.

    Auf dem Weg zum Schrein durchquert man mehrere Tore und passiert zahlreiche Gebäude, Säulen, Brunnen und Statuen. Zu den wichtigsten zählen die Tokugawa Säule mit dem Familienzeichen, den 3 goldenen Blättern und das Ishidorii, ein neun meter hohes Granit Tor aus dem Jahr 1618, sowie dem Omotemon Tor, dem eigentlichen Eingang (dort ist die Ticket Kontrolle).

    Die 34,3 m hohe fünfstöckige Pagode auf dem Gelände wurde ursprünglich 1650 erbaut und nachdem sie 1815 niederbrannte im Jahr 1819 neu errichtet.

    Am Stall der heiligen Pferde ist das weltberühmte Motiv der drei Affen angebracht, die den Spruch „nichts sehen – nichts hören – nichts sagen“ darstellen, der in Japan als mizaru, kikazaru, iwazaru (見ざる、聞かざる、言わざる) ausgedrückt wird und den drei Affen ihre Namen Mizaru (見ざる), Kikazaru (聞かざる) und Iwazaru (言わざる) gibt. Die Schnitzerei der drei Affen ist jedoch wesentlich kleiner, als ich erwartet hätte und ehrlich gesagt habe ich sie nur gefunden, da dort eine Menge Leute standen und fotografierten.

    Im Schrein Areal, im inneren Bezirk (Okunoin), gelangt man über hunderte von Steinstufen durch einen Sicheltannenwald nach oben zum Grab von Ieyasu. Dort werden seine Überreste in einer bronzenen Urne aufbewahrt. Das Grab ist lange nicht so prunkvoll wie die anderen Gebäude von Nikkō Tōshō-gū, es handelt sich hierbei jedoch um den bedeutendsten des Schreins.

    Jedes Jahr im Frühling (17. und 18. Mai) und im Herbst (17. Oktober) finden dort Feste statt, bei denen Prozessionen aus der Edu Zeit nachgestellt werden. Diese sind bekannt als Prozession der Tausend Krieger (Sennin-gyōretsu).

    Der Eintrittspreis für den Schrein beträgt 1300 ¥, für Das Museum 1000 ¥ und als Kombi Ticket 2100 ¥.

    Zu Fuß geht man vom Bahnhof Nikko (Tobu-Nikko ) etwa 35 Minuten bis zum Schrein, dabei durchquert man erst den Ort, kommt an der Shinkyo Brücke vorbei und betritt dann den Nationalpark und schließlich den Schrein. Der Weg ist sehr nett und ist es auf jeden wert, zu Fuß erkundet zu werden.
    Direkt vor der Station Tobu-Nikko hält aber auch ein Bus, der einen dirket zu dem Schrein bringt.

  • Taiyū-in

    Taiyū-in (大猷院) ist der zweite wichtige Tempelkomplex im Nationalpark und das Mausoleum von Iemitsu (dem Enkel von Ieyasu, der im Tōshō-gū Schrein bestattet ist). Im Gegensatz zum Tōshō-gū Schrein ist der Taiyū-in Tempel jedoch nicht dem Shintoismus zugehörig, sondern buddhistisch, worauf auch die Endung -in hinweist, auch wenn eigentlich beide Anlagen sowohl buddhistische als auch shintoistische Merkmale aufweisen und vermischen.
    Um ganz exakt zu sein, sollte man erwähnen, dass der Taiyū-in dem Rinnō-ji (輪王寺) Tempel untergeordnet ist (zu dem insgesamt 15 Tempel in Nikkō gehören), dessen Anfänge bis ins 8. Jahrhundert auf das Wirken des buddhistischen Priesters Shōdō Shōnin (勝道 上人) zurück gehen.

    Der Eingang zum Tempel führt durch das mächtige Yasha-mon Tor ( 夜叉門 ), dem rechts und links der Glocken- und der Trommelturm vorgelagert sind. Die Trommel ist dabei ein Zeichen für die Geburt, die Glocke für den Tod.
    Im Durchgang des Tor stehen vier Statuen von Dämonen (Yasha) die durch ihre Farbe (rot, blau, weiß und grün) jeweils eine Himmelsrichtung repräsentieren.

    Ganz hinten auf der Anlage befinden sich die prunkvollen Hauptgebäude, die von einer Mauer umgeben sind. Auch im Inneren sind die Gebäude sehr schön, jedoch herrscht dort wie immer Fotoverbot.

  • Nikkō Nationalpark

    Die berühmten Tempel und Schreine sind nicht das einzig sehenswerte im Nikkō Nationalpark. Auch der Nationalpark an sich mit seiner besonderen Vegetation, der wunderschönen Bergkulisse und den Wasserfällen ist äußerst sehenswert.

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