Oslo

Oslo


Oslo, Europas älteste Hauptstadt, die Haupstadt Norwegens liegt im Süden des Landes. Die 630.000 Einwohner Stadt zählt zu den teuersten Orten der Welt, dies merkt man überall, egal ob für Übernachtung, Essen oder Getränke, man sehnt sich oft nach den „günstigen“ deutschen Preisen…
(Hier (*) gibt es Unterkünfte in Oslo zu vernünftigen Preisen)
Oslo hat jedoch einiges zu bieten: Tradition trifft auf moderne, eine Vielfalt an Kunst, Kultur und Museen, Restaurants der Spitzenklasse, ein cooler Lifestyle und eine ungeheure Dynamik – und dennoch wirkt die skandinavische Stadt immer und überall äußerst sympathisch.

Oslos Zentrum

Die Oper von Oslo ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Nicht nur wegen ihrer einem Eisberg nachempfundenen Architektur und ihrer exponierten Lage am Meer, sondern insbesondere auch dadurch, dass man der 2008 eröffneten Norske Opera quasi aufs Dach steigen kann. Sie ist also wie die Natur Norwegens jedem frei zugänglich. Wenn man das mit Marmor verschönerte Dach hinaufgeht, hat man von dort aus einen unglaublichen Blick – auf der einen Seite auf die lebendige Hauptstadt Norwegens, auf der anderen Seite auf das Meer, eine Fjordlandschaft und kleine, bunte, traditionelle, norwegische Holzhäuser – und dies zu genießen ist sogar absolut kostenlos 🙂

Innenraum der Oper

Der Innenraum des Gebäudes ist nicht minder beeindruckend und wartet mit einer spektakulären Architektur auf. Der Boden des Foyers ist mir Marmor ausgelegt und die Wände sind mit tausenden Stäben aus Eiche verkleidet. Durch eine 15 m hohe Glaswand sieht man das Meer und die schrägen Stützen, die die Dachkonstruktion tragen.
Es ist auch möglich an Führungen durch das Innere teilzunehmen und „hinter die Kulissen“ zu blicken – der Preis dafür liegt bei etwa 12 Euro.
Natürlich finden im Opernhaus auch eine Vielzahl an Konzerten und Vorführungen statt, welche Künstler, Darsteller und Besucher aus der ganzen Welt anlocken und nicht selten die bis zu 1400 Zuschauer begeistern. Das aktuelle Programm der Den Norske Opera & Ballet ist der Homepage der Oper zu entnehmen.

Ganz in der Nähe der Oper, nur etwa 10 Gehminuten entfernt, liegt die Festung Akershus (Akershus Festning) direkt am Oslofjord. Die Wehranlage aus dem 13. Jahrhundert war während ihrer langen Geschichte immer ein bedeutsamer Ort für die Stadt. Die Anlage diente sowohl dem Schutz Oslos, als auch ganz Norwegens und hielt im Laufe der Jahrhunderte mehreren Belagerungen, insbesondere von schwedischen Truppen stand. Noch heute wird ein kleiner Teil der Anlage militärisch genutzt, der Rest ist der Öffentlichkeit (bis 21 Uhr) zugänglich. Auf dem Gelände befindet sich auch das Militärmuseum, das Widerstandsmuseum und das königliche Mausoleum. Das Festungsgelände lädt aber auch einfach zum spazieren und erholen ein und ist sowohl bei Einheimischen als auch bei Touristen sehr beliebt dafür.

Das Rathaus von Oslo ist jedes Jahr am 10. Dezember (dem Todestag von Alfred Nobel) im Blickpunkt der Welt, denn dann wird in diesem dunkelroten Steinbau der Friedensnobelpreis verliehen. Die Verleihungszeremonie findet in der Eingangshalle des monumentalen Gebäudes statt. Im Sommer gibt es mehrmals täglich kostenlose Führungen durch das Rathaus mit seinen Festsälen und der mit prunkvollen Gemälden verzierten Eingangshalle. Das Oslo rådhus hat eine historische Bedeutung für die Unabhängigkeit Norwegens und dient mit seiner dominaten Erschienung in der Stadt als Wahrzeichen dafür.

Der Akerselva Wanderweg entlang des gleichnamigen Flusses beginnt an Oslos größtem See, dem Maridalsvannet, bis er nach 8 km und 23 Wasserfällen im Oslofjord neben der Oper ins Meer mündet. Der Akerselva gilt als die grüne Lunge der Stadt, denn der Fluss schlängelt sich durch Parks und üppige Natur. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war der Fluss die Wiege der Industrialisierung Oslos – Fabriken, Mühlen und Werkstätten nutzen damals seine Wasserkraft zur Energiegewinnung. Viele der alten Industriegebäude wurden restauriert und bieten nun Cafés, Feinkostläden und Galerien platz und runden somit die Wanderung entlang des Flusses perfekt ab. Egal ob Schwimmer, Angler, Jogger, Spaziergänger oder Radfahrer, Freunde vieler unterschiedlicher Outdooraktivitätet sind hier richtig aufgehoben.

im Munchmuseum

Über 50 Museen gibt es in Oslo zu entdecken. Der Eintritt zu vielen von Ihnen ist kostenlos, die anderen sind im Oslo-Pass enthalten (auch alle öffentlichen Verkehrsmittel, die Fähren und die städtischen Parkplötze sind damit kostenlos).
Zu den bekanntesten Museen Oslo zählt sicherlich das Munch Museum (Munchmuseet), das die Nachlassenschaft Edvard Munchs ausstellt, die er der Stadt 1940 vermachte. Über 1100, also über die Hälfte aller Gemälde Munchs sind im Munch Museum beheimatet, ebenso mehr als 15.000 Grafiken und 4.500 Zeichnungen. Auch sein wohl bekanntestes Werk, „Der Schrei„, von dem insgesamt 4 Versionen existieren ist hier, sogar in zwei verschiedenen Versionen zu bewundern.
Ein weiteres Highlight ist das Wikingerschiffmuseum. Dort sind Schiffe aus dem 9. Jahrhundert zu sehen, die als die am besten erhaltenen Wikingerschiffe der Welt gelten. Sie wurden einst in Häuptlingsgräbern gefunden und dienten damals als Grabbeigabe für die letzte Reise ins Reich der Toten. Mit Ihnen wurde auch viele weitere Beigaben wie Werkzeuge, Haushaltsgegenstände und andere Gerätschaften entdeckt, welche nun ebenfalls ausgestellt werden.
Im Kon-Tiki Museum wird Thor Heyerdahl und seinen Expeditionen bedacht. Unter anderem wird hier das original Kon-Tiki-Floß, mit dem er 1947 den Pazifik überquerte und das Papyrus-Boot Ra II, welches nch ägyptischen Vorbild gebaut wurde. Seine Dokumentarfilme zu seinen Expeditionen wurden weltberühmt und zeigen seine besondere Beziehung zur Umwelt und deren Schutz sowie zum Weltfrieden.

Der Vigelandpark (Vigelandsanlegget) zeigt 212 Stein- und Bronzeskuplturen des norwegischen Bildhauers Gustav Vigeland und gilt als dessen Lebenswerk. In den Jahren 1923 bis 1943 wurde die Anlage im Frognerpark angelegt. Zu Beginn der Anlage überquert man eine Brücke mit 58 Bronzeskulpturen, darunter eine der bekanntesten, ein zornig aufstampfendes Kind, den Sinnataggen. Vorbei an einer Brunnenanlage mit weiteren Figuren aus Bronze geht es über Treppen hinauf zum Monolitten, einer 17 Meter hohen Granitsäule aus insgesamt 121 Figuren. Umgeben ist der Zentrale Monolith von 36 Figurengruppen. Am höchsten Punkt des Parks ist dann nochmal eine Gruppe aus Bronze zu sehen, welche den Zirkel des Lebens darstellt. Die äußerst beeindruckende Anlage ist ganzjährig rund um die Uhr geöffnet und auf jeden Fall einen Besuch wert.

Mit der Metro ist der nordwestlich von Oslo gelegene Berg Holmenkollen zu erreichen, an welchem die älteste Skisprunanlage der Welt, der Holmenkollenbakken liegt. Die Skisprungschanze an der bereits 1892 die ersten Wettkämpfe ausgetragen wurden ist die meistbesuchte Touristenattraktion Oslos. Direkt an der Schanze, an der Springen der olympischen Spiele 1952 und 2002 stattfanden, befindet sich auch das Skimuseum. Nur wenige hundert Meter von der Schanze entfernt liegen das Biathlon- und Langlaufstadion. Von der Sprungschanze aus hat man eine phantastische Aussicht über Oslo und seinen Fjord.

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