Taiyū-in

Taiyū-in (大猷院) ist der zweite wichtige Tempelkomplex im Nationalpark und das Mausoleum von Iemitsu (dem Enkel von Ieyasu, der im Tōshō-gū Schrein bestattet ist). Im Gegensatz zum Tōshō-gū Schrein ist der Taiyū-in Tempel jedoch nicht dem Shintoismus zugehörig, sondern buddhistisch, worauf auch die Endung -in hinweist, auch wenn eigentlich beide Anlagen sowohl buddhistische als auch shintoistische Merkmale aufweisen und vermischen.
Um ganz exakt zu sein, sollte man erwähnen, dass der Taiyū-in dem Rinnō-ji (輪王寺) Tempel untergeordnet ist (zu dem insgesamt 15 Tempel in Nikkō gehören), dessen Anfänge bis ins 8. Jahrhundert auf das Wirken des buddhistischen Priesters Shōdō Shōnin (勝道 上人) zurück gehen.

Der Eingang zum Tempel führt durch das mächtige Yasha-mon Tor ( 夜叉門 ), dem rechts und links der Glocken- und der Trommelturm vorgelagert sind. Die Trommel ist dabei ein Zeichen für die Geburt, die Glocke für den Tod.
Im Durchgang des Tor stehen vier Statuen von Dämonen (Yasha) die durch ihre Farbe (rot, blau, weiß und grün) jeweils eine Himmelsrichtung repräsentieren.

Ganz hinten auf der Anlage befinden sich die prunkvollen Hauptgebäude, die von einer Mauer umgeben sind. Auch im Inneren sind die Gebäude sehr schön, jedoch herrscht dort wie immer Fotoverbot.

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