Shibuya

Shibuya

Shibuya (渋谷), einer der 23 Stadtbezirke von Tokio, ist sicherlich eines der pulsierendsten und buntesten Viertel der Stadt. Shibuya steht für Kunst und Mode und hier werden Trends gesetzt, die meist kurze Zeit später im ganzen Land zu sehen sind. Über ein dutzend großer Kaufhäuser und unzählige Cafés, Restaurants, Bars und Nachtclubs ziehen Menschenmengen an und sorgen dafür, dass das oft sehr hektische Shibuya zum Zentrum moderner japanischer Kultur geworden ist. Zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten von Shibuya zählen:

  • Shibuya Crossing

    Die Kreuzung von Shibuya (Shibuya Crossing) ist ein weltbekanntes Wahrzeichen Tokios. Hier überqueren ständig mehr als 1000 Menschen (in Stoßzeiten mehr als 15000!!!) die mehrseitige Kreuzung gleichzeitig. Obwohl die Leute aus allen Richtungen aufeinandertreffen, vermeiden es die Fußgänger jedoch meist, zusammen zu stoßen. Einmal die Kreuzung zu überqueren ist auf jeden Fall ein must do in Tokio und dabei bekommt man einen schönen Eindruck wie es ist, wenn der Mensch zur Ameise wird.

    Einer der besten Punkte für ein Foto von oben ist das Starbucks Café, das direkt an der mit bunter Neonreklame und riesigen Videoleinwänden ausgestatteten Kreuzung liegt.

  • Hachikō

    Hachikō (ハチ公 oder 忠犬ハチ公chūken hachikō, der treue Hund Hachikō) gilt noch heute als Inbegriff der Treue. Der japanische Akita-Hund (eine alte japanische Hunderasse), der von 1923 bis 1935 lebte, wartete jeden Tag am Bahnhof Shibuya um sein Herrchen, den Universitätsprofessor Hidesaburō Ueno, nach dessen Arbeit dort abzuholen. Nachdem der Professor im Jahr 1925 verstarb und seine Witwe aus Tokio wegzog, kam Hachikō bei Verwandten unter. Von dort riss er jedoch aus um jeden Tag zur selben Zeit am Bahnhof Shibuya auf sein Herrchen zu warten. Bis zum Ende seines Lebens am 8. März 1935 wartete Hachikō weiterhin jeden Tag an der selben Stelle auf sein Herrchen. Schon während seiner Lebzeit wurde der Hund für seine Treue berühmt, da ein früherer Student von Professor Ueno, der eine Forschungsarbeit über die seltenen Akita-Hunde durchführte, den Hund zufällig wieder entdeckte und mehrere Artikel über ihn veröffentlichte. 1932 wurde Hachikō durch die Veröffentlichung eines Artikels in einer Tokioter Zeitung überall in Japan bekannt, und so schon zu Lebzeiten zum Inbegriff des treuen Hundes. 1934 wurde an der Westseite des Bahnhofs Shibuya sogar eine Bronzestatue zu Ehren Hachikōs errichtet, an deren Einweihungszeremonie er sogar teilnahm.

    Über Hachikōs Tod wurde damals landesweit berichtet und noch heute steht seine Bronze Statue an dem Platz (nicht aber die originale, da diese während des zweiten Weltkriegs wegen der Kupferknappheit eingeschmolzen wurde) an dem er immer gewartet hat. Die Statue ist der beliebteste Treffpunkt am Bahnhof Shibuya, dessen Westausgang, der zur Statue hin führt, Hachikō Exit heisst.

  • Center Gai

    Die Fußgängerzone Center Gai im Zentrum von Shibuya ist der Ursprung von vielen japanischen Modetrends. Unzählige Geschäfte und Boutiquen nationaler und internationaler Marken machen die Straße zum Einkaufsparadies.

    Und von einem langen Shopping Marathon stärken kann man sich dann in einem der vielen Restaurants für Sushi, Ramen oder Okonomiaki zum Beispiel. Abends locken viele Spielecenter, Bars, Izakaya und Clubs – hier ist immer etwas geboten, hier pulsiert das Leben!

  • Love Hotel Hill

    Neben dem Bahnhof von Shibuya, auf einem kleinen Hügel, gibt es eine große Anzahl von Stundenhotels (Love Hotel, ラブホテル ), in denen Paare für ein paar Stunden oder auch für eine ganze Nacht absteigen können. Der Preis beträgt für 2 bis 3 Stunden etwa 4.000 Yen, für die ganze Nacht etwa 10.000 Yen. Da Wohnungen in Japan meist sehr hellhörig sind, besuchen Paare häufig diese Hotels um ungestört zu sein und auch niemand anderen zu stören. Neben der privaten Atmosphäre bieten diese Hotels auch meist eine große Menge von Sex Toys und Videos an.

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